Die Keller-Haus-Stiftung und eine sehenswerte Ausstellung in der Württembergischen Landesbibliothek

von Fritz Barth


Friedrich Keller (1838-1913) war Metzgergeselle in Neuweiler. Er schloß sich der Tempelgesellschaft an und wanderte, zusammen mit seinem Schulfreund Friedrich Proß, im Jahr 1868 nach Palästina aus. Von 1878 bis 1908 war Friedrich Keller kaiserlicher Vizekonsul in Haifa.
    Nach ihm wurde die Keller-Haus-Stiftung, Stuttgart benannt. Sie dient der finanziellen Unterstützung des Gottlieb-Schumacher-Instituts der Universität Haifa.
    Dieses Institut hat die Erforschung des Beitrags christlicher Pioniere zum Wiederaufbau des Heiligen Landes im 19. Jahrhundert durch den Lehrstuhlinhaber, Prof. Alex Carmel, zur Aufgabe. Seit dem Tod von Prof. Carmel am 18. Dezember 2002 führt Dr. Yaron Perry die Forschungsarbeiten weiter.
    Zum Vorstand der als gemeinnützig anerkannten Keller-Haus-Stiftung gehört, neben Persönlichkeiten aus der Wirtschaft, auch S.K.H. Carl Herzog von Württemberg.
 

   
Friedrich Keller
Friedrich Keller (1838-1913),
Deutscher Vizekonsul in Haifa
 
Prof. Alex Carmel †
Prof. Alex Carmel (1931-2002)
vor dem Keller-Haus in Haifa
   

Schon 1993 wurde das ehemalige Wohnhaus von Friedrich Keller, in der Kellerstraße 2 in Haifa auf dem Karmel, mit großzügigen Spenden der Bundesrepublik Deutschland, vor allem des Auswärtigen Amtes, und der Fritz-Thyssen-Stiftung, Köln restauriert und darin das Gottlieb-Schumacher-Institut eingerichtet.
 
(Näheres hierzu findet sich im Artikel „Vom Neuweiler Metzgergesellen zum Vizekonsul in Haifa“ in meinem, noch erhältlichen, Buch „Eine Zeitreise zwischen Enz und Nagold“ und noch ausführlicher in der überarbeiteten und stark erweiterten 2. Ausgabe meines Büchleins „Templer und andere Erweckungsbewegungen …“)

Am 9. Oktober 2003 wurde im Foyer der Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart die Ausstellung „Christliche Pioniere in Palästina. Der deutsche Beitrag zum Wiederaufbau des Heiligen Landes 1799-1918“ eröffnet.
     Unter vielen Bildern in der sehenswerten Ausstellung befindet sich auch ein großes Porträt von Friedrich Keller, sowie ein Album der, ebenfalls aus Neuweiler stammenden, Familie Proß.

Die Ausstellung ist noch bis zum 23. Dezember 2003 geöffnet und ist für heimatgeschichtlich Interessierte sehr zu empfehlen. Weitere Informationen zu der Ausstellung auf der Internetsite der Württembergischen Landesbibliothek
 


Zurück